Systemwechsel und Wirtschaftspolitik in Südamerika
Die ökosoziale Wende steht noch aus
Vorab m Web – Dank rosaroter Welle und dem Rohstoffboom der letzten Jahre hat Südamerika die Weltwirtschaftskrise vergleichsweise gut gemeistert. Doch im Regierungshandeln bleibt die Ökologie ein Stiefkind. Eine Übersicht über das nach links verschobene geopolitische Szenario auf dem Kontinent und die schwierige Suche nach Alternativen zur überkommenen Politik zeichnet Gerhard Dilger.
„Brasilien hat getan, was es versprochen hat“, erklärte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva jüngst in seiner Dankesrede an das Weltwirtschaftsforum in Davos, wo er zum „Globalen Staatsmann des Jahres“ gewählt wurde. In den letzten sieben Jahren, so Lula, „sind 31 Millionen Brasilianer in die Mittelschicht aufgestiegen, 20 Millionen haben das Stadium der absoluten Armut hinter sich gelassen. Wir haben unsere ganzen Auslandschulden bezahlt, und heute sind wir Gläubiger statt Schuldner des IWF. Unsere Währungsreserven sind von 38 auf 240 Mrd. Dollar hochgeschnellt“ ...
... dieser Artikel erscheint in W&E 02/Februar 2010 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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