Wohlfahrtsstaatlichkeit: Kein Privileg des Nordens
Wirtschafts- und Sozialpolitik in Südasien
Neuere rechtsbasierte Ansätze
Wohlfahrtsstaaten und MDG-Politik in Südasien
In der gegenwärtigen Entwicklungsdekade hat die Diskussion um die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) viele entwicklungspolitische Analysen und Projekte auf sektorale Politikbereiche („policy areas“) wie Bildung und Gesundheit oder Sonderbereiche wie HIV/Aids konzentriert. Die Politik der Armutsbekämpfung wird nicht makroökonomisch als Beschäftigungs- und Sozialpolitik gefasst, sondern ist auf Instrumente der Sozialpolitik verengt, teilweise im Zusammenhang mit der – durchaus berechtigten – Begeisterung für die Sozialtransfers in Lateinamerika – Progresa in Mexiko und Bolsa familia in Brasilien. Darüber ist die lange Tradition einer Erörterung der Rolle des Staates und der Ausgestaltung von Wirtschafts- und Sozialpolitik in den Entwicklungsländern aus dem Blickfeld geraten. Dies ist der Hintergrund, vor dem Gabriele Köhler einen Überblick über die Wirtschafts- und Sozialpolitik in Südasien gibt und eine wohlfahrtsstaatliche Einordnung der Region vornimmt.
Dieser W&E-Hintergrund erscheint in unserer neuen Reihe "Millenniumsziele: 5 bis 2015". Er kann auch zusammen mit weiteren Ausgaben dieser Reihe oder auch im Rahmen eines W&E-Dossiers zum Sonderpreis bezogen werden.