Februar 2010 |
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Globale Krise und Entwicklungspolitik (IV)
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Armutsbekämpfung und soziale Sicherungssysteme geraten in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise schnell unter Druck. Auch in den als Antwort auf die jüngste Krise konzipierten Konjunkturprogrammen spielten sie keine prominente Rolle. Zumal in vielen Ländern des Südens galt soziale Absicherung lange Zeit als Privileg der Beschäftigten im formellen Sektor oder gar als unangemessener Luxus. Armutsbekämpfung und soziale Sicherung sind jedoch umso erfolgreicher, wenn sie nicht als Zielgruppenprogramme oder Zusatzmaßnahmen praktiziert werden, sondern integraler Bestandteil einer nachhaltigen Wirtschafts- und Entwicklungsstrategie sind. Das ist der gemeinsame Nenner der in dieser Sonderausgabe versammelten Beiträge. Jomo Kwame Sundaram skizziert neue Überlegungen, die Wirtschafts- und Investitionspolitik im Süden stärker auf die Bekämpfung der Armut auszurichten. Ellen Ehmke und Mara Skaletz stellen das ILO-Konzept des „Social Floor“ vor, d.h. eines sozialen Sicherheitsbodens, der in der Krise vor dem sozialen Absturz schützt. Gabriele Köhler zieht eine Zwischenbilanz neuerer Initiativen zur sozialen Sicherung in Südasien. Umfassende soziale Sicherheit sollte dabei als einklagbares universelles Menschenrecht angesehen werden, dem unabhängig vom „Entwicklungsstand“ der jeweiligen Region Geltung zu verschaffen ist. |
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Dieser W&E-Hintergrund erscheint in Zusammenarbeit mit dem Global Policy Forum Europe, Bonn, und mit freundlicher Unterstützung von Oxfam Deutschland, Berlin, terre des hommes, Osnabrück, und der UN-Millenniumskampagne in Deutschland. |
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